Theodor Storm – Und wieder hat das Leben mich verwundet

Theodor Storm – Und wieder hat das Leben mich verwundet

Und wieder hat das Leben mich verwundet

Und wieder hat das Leben mich verwundet,
Und Schmerzen brennen in der Brust.
Komm, lege deine zarten Lippen,
Die vielgeliebten, auf mein brennend Aug -
Das kühlt wie junge, frische Rosen.
Darf ich, o du mein süßer Arzt,
An deinen lebensliebewarmen Busen
Die schwere Stirn anlehnen? Darf ich?
Oh, nur auf Augenblicke sollst du
Die unbequeme Last erdulden – küß mich!
O küsse mich und schließ mich fest
In deine jugendlichen treuen Arme
Und halt mich still an deiner jungen Brust,
Als wolltst du mich, wie einst vielleicht dein Kind,
Vor gift’gem Wind und rohen Händen schützen.

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